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Patienteninformationen

Informationen zur Corona-Infektion

Liebe Eltern, liebe Patienten,

auch uns beschäftigt die Corona-Pandemie sehr. Dazu möchten wir auf einige allgemeine und einige unsere Praxis betreffende Dinge hinweisen:

A) Gefährdung

Die Gefährdung von Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen bis etwa 60 Jahren ist sehr gering. Wahrscheinlich haben über die Hälfte der Angesteckten keine oder nur sehr geringe Symptome. Wer positiv getestet und dennoch gesund ist, steckt vermutlich niemanden an.

Die Krankheit verläuft so: Meist mit Husten, Schnupfen, Fieber. Anfangs Geruchs- und Geschmackseinschränkung. Manchmal: Kopf-, Rücken-. Glieder-, Gelenkschmerzen. Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Schwäche. Todesfälle gibt es fast nur bei alten Menschen, die Vorerkrankungen hatten. Alle unter 65-Jährigen, die starben, hatten Vorerkrankungen.

Haben Sie keine Angst um ihre Kinder!

Ein Test auf SARS-CoV2-Infektion wird nur bei begründetem Verdacht gemacht:

  1. Wenn Allgemeinsymptome vorliegen (Husten, Fieber, s.o.) und in den letzten 14 Tagen Kontakt bestand zu einem Erkrankten. 

    oder

  2. Wenn Allgemeinsymptome vorliegen und Sie in den letzten 14 Tagen vor Krankheitsbeginn in einem Risikogebiet waren (siehe aktuell unter: www.rki.de/covid-19-risikogebiete).

B) Praxisalltag

In unserem Praxisalltag wird sich vorübergehend einiges ändern:

  1. Praxisbesuche nur noch nach telefonischer Anmeldung. Telefon 07144/4090 oder 07144/862231 oder E-Mail: praxis@kinderaerzte-marbach.de (Rückmeldung von uns mittags und abends). Bitte halten Sie die Telefonate kurz.

  2. Klingeln Sie bitte unten und warten, bis der Summton zum Hochkommen kommt. (Es darf nur eine Partei im Wartezimmer sein).

  3. In dringenden Notfällen – ohne Termin – ebenso unten klingeln.

  4. Wenn ein begründeter Verdacht auf Corona-Infektion besteht (s.o.), sollten Sie mit uns Ärzten telefonieren: Es wird dann entweder eine Testung an der Corona-Teststelle in Ludwigsburg oder ausnahmsweise eine Untersuchung bei uns (außerhalb der Sprechstunde) veranlasst.

  5. Rezepte, Überweisungsscheine, AU, usw.: Bitte möglichst unter unsrer E-Mail-Adresse anfordern; oder telefonisch. Wir verschicken die Bescheinigungen etc. per Post. Arbeitsfreistellungen für Eltern erkrankter Kinder wird nur nach telefonischen Klärung mit einem Arzt ausgestellt. Nur bei krankem Kind!

C) Verhaltenstipps

Viele Familien haben es nun recht schwer. Es fehlen den Kindern besonders die vertrauten sozialen Kontakte, die Schule, sportliche, musische oder andere Aktivitäten. Der große Gewinner der Krise wird die IT-Branche sein – zulasten der Kinder. Bitte setzen Sie dem etwas entgegen:

  • Gehen Sie raus (natürlich mit entsprechender Vorsicht)
  • Geben Sie ihren Kindern Aufgaben – je nach Alter und Interesse: Im Garten, im Werkraum o.a.
  • Schließen Sie an die Begabungen an: Musizieren (Hausmusik!), Malen, Zeichen u.a.
  • Lassen Sie sich wiedererzählen, was Ihre Kinder gelesen haben.
  • Oder können Ihre Kinder vielleicht, sofern sie alt genug sind, für die Familie kochen? Usw.!

Lassen Sie sich überraschen, was in Ihren Kindern steckt!

Ihre Gemeinschaftspraxis für Kinder- und Jugendmedizin, Christoph Stolzenburg, Dr. Christiane Fiedler und Dr. Monika Golembiewski