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Gedanken zur Impfung gegen Covid-19 bei Kindern und Jugendlichen

Liebe Eltern,

vor einem Jahr war der Wettkampf der Pharma-Konzerne bei der Entwicklung und um die Zulassung der ersten Impfstoffe voll entbrannt. Anfangs waren die Impfungen den über 70-Jährigen und gefährdeten Menschen vorbehalten. Aber beabsichtigt war damals schon die Impfung aller Erwachsener. Durch die immense Ausweitung der Impfstoffproduktion und massive Werbekampagnen wurden bis heute mindestens 75 % der Erwachsenen in Deutschland geimpft – etwa 140 Millionen Impfungen!

Mitte August wurde Comirnaty (BioNTech/Pfizer) und Spikevax (Moderna) von der STIKO (ständigen Impfkommision) auch für Kinder bzw. Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen. Schon vorher wurde das vom Gesundheitsministerium, der Bundesärztekammer, dem Bundesverband der Kinder-und Jugendärzte u.a. empfohlen. Seit Mitte September können sich auch Schwangere und Stillende impfen lassen. Und es geht weiter: BioNTec/Pfizer kündigte an, demnächst die Impfzulassung ab dem 5. Lebensjahr für Deutschland zu beantragen. In den USA wird mittlerweile die Impfung an Babys ab dem 5. Lebensmonat getestet.

Nie zuvor wurde derart massiv und weltweit eine Impfung durchgesetzt. Und nie in solcher Eile. Liegt eine derart schwere Krankheit vor, die das alles rechtfertigt? Ist es berechtigt, dass zahlreiche soziale und gesundheitliche Probleme der Welt zur Nebensache wurden? Zum Beispiel, dass 2020 (nach Angaben der WHO) über 32 Millionen Menschen auf der Welt verhungerten? 

Wir sehen, wie stark die Bewertung der staatlichen Corona-Maßnahmen die Gesellschaft spaltet. Ganz besonders die Bewertung der Impfung. Unversöhnliche Gegensätze vergiften das soziale Klima:

  • Einerseits hält die Mehrheit der Bevölkerung diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollen, für unverantwortliche Egoisten, die sich schuldig machen. Sie begrüßen es, wenn Ungeimpfte durch allerhand Einschränkungen bestraft werden. 
  • Andere sehen die Impfung als gentechnologisches, schlecht erforschtes Experiment mit zweifelhaften Langzeitfolgen an. Sie weisen auf erhebliche, jetzt schon auftretende Nebenwirkungen hin.Wir wollen hier für Erwachsene keine Stellung beziehen. Das muss jeder für sich entscheiden. Nach möglichst vielseitiger Information.

Wir als Kinder- und Jugendärzte beschränken uns auf die Frage, was die Covid-19-Impfungen für Kinder und Jugendliche bedeuten. Das ist wichtig. Prüfen Sie diese Gedanken. Sie, liebe Eltern, sind verantwortlich für Ihre Kinder, nicht der Staat, nicht „die Wissenschaft“! Darum nehmen Sie sich bitte etwas Zeit für die Urteilsbildung. In der Presse, bei Politikern und Verbänden wird die Frage der Impfung bei Kindern immer mehr zu einer Werbekampagne, mit entsprechendem psychologischen Druck. Und die Mehrheit beugt sich der Angst und dem Druck oder folgt den Kampagnen bereitwillig. Die Wahrheit einer Sache hängt aber gar nicht davon ab, ob die Mehrheit an sie glaubt. Sie besteht, auch wenn kein Mensch sie kennt!

Zur Beurteilung der Impfung bei Kindern und Jugendlichen müssen wir drei Bereiche ins Auge fassen:

1) WIE VERLÄUFT DIE CORONA-ERKRANKUNG BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN?

Es ist eine milde Erkrankung: Es kommt zu Kopfschmerzen, Fieber, Geruchsverlust, Husten, Bauchweh, auch Durchfall und Erbrechen. Meist bestehen nur einzelne Symptome. Dauer: Etwa 6 Tage. Selten (bei 0,2%) kommt es zum Long-Covid-Syndrom: Kopfweh, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Bauchschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen. Maximal 12 Wochen lang. Es könnte das aber genauso eine Folge des Lockdowns sein.

Es wurden bisher (Angaben vom Robert-Koch-Institut vom 9.9.2021 für das Alter 0 – 20 Jahre) in Deutschland 430 022 Kinder positiv mit dem PCR-Test getestet. Das sind, bei 14,8 Millionen in diesem Alter, im Jahr 2020 2,9 %. Nur ein kleiner Teil davon, etwa 10 %, ist ansteckend. Es sind die, die auch Krankheitssymptome haben. Etwa 4000 Kinder wurden stationär behandelt. Es gab 23 Todesfälle, 16 davon hatten Vorerkrankungen. In dem für die Impfung relevanten Zeitrahmen (12. – 17. Lebensjahr) werden es entsprechend weniger Fälle sein (vielleicht etwa 6, es ist nicht genau bekannt; in 20 Monaten). Zum Vergleich: Es starben im Jahr 2019 (also in 12 Monaten) im Alter von 0 – 18 Jahren: 

Ca. 5320 an Krankheiten (beispielsweise 9 an Influenza). Außerdem:

  • 400 durch Unfälle (Straßenverkehr u.a.)
  • 219 durch Suizid
  • 44 durch Gewalt (Eltern u.a.) 2020 waren es 152!
  • 25 durch Ertrinken

Wir wollen die Bedeutung der Corona-Erkrankung für Kinder damit nicht verharmlosen, aber doch richtig einordnen. 

Das heißt, liebe Eltern – es besteht überhaupt kein Grund, Angst vor dieser Erkrankung zu haben! Nach wie vor ist Covid-19 bei Kindern und Jugendlichen insgesamt eine leichte Erkrankung! Für die Covid-19-Impfung besteht nach unserer Auffassung kein medizinischer Grund! 

Und Sie können auch manches tun, um Ihre Kinder in ihrer gesunden Entwicklung zu stärken. (s.u.)

2) WAS BEDEUTET DIE CORONA-IMPFUNG FÜR KINDER UND JUGENDLICHE? 

Es handelt sich um sogenannte mRNA-Impfstoffe. Damit wurde ein neues Verfahren in die Medizin eingeführt (abgesehen von Vorläufern in der Onkologie). Die sonstigen Impfungen kann man – stark vereinfacht – mit dem neuen Verfahren folgendermaßen vergleichen: Bei sonstigen Impfungen wird ein abgeschwächter, nicht mehr krankheitserregender Keim oder ein Bestandteil davon gespritzt oder geschluckt. Das Immunsystem baut dagegen Antikörper auf, die einen jahrelangen, manchmal lebenslangen Schutz bedeuten. Bei den neuen Impfstoffen ist das anders: Es wird im gentechnologischen Labor eine spezielle mRNA hergestellt. Diese wird gespritzt und gelangt in die Zelle. Das gelingt nur durch Ummantelung mit Nanopartikeln, feinsten fettartigen Umhüllungen. Die mRNA zwingt den Organismus in den betroffenen Zellen zu einer Eiweißsynthese von Corona-spike-Proteinen. Dagegen bildet der Organismus dann schützende Antikörper. Der Organismus muss also selbst erst den „Feind“ herstellen, um ihn dann zu bekämpfen! Der Organismus wird zum Impfstoffproduzenten!

Viele Wissenschaftler warnen vor möglichen Langzeitfolgen. War dieser überstürzte Einsatz durch „Notzulassungen“ – weltweit – überhaupt gerechtfertigt?

Inzwischen liegen auch Erfahrungen über die Corona-Impfung bei Kindern und Jugendlichen vor. Es sind ja schon ca. 40 % geimpft. Das sind etwa 4 Millionen. Beim PEI (Paul-Ehrlich-Institut), der zentralen Meldestelle für Impfschäden, sind in der Zeit vom 31.5. bis Ende August 2021, bezogen auf 12-17 Jährige, 1228 Nebenwirkungen bzw. ein Verdacht darauf gemeldet worden. „ …Insgesamt 14,1 % der Meldungen beschreiben schwerwiegende unerwünschte Reaktionen…“. Bezogen auf die Impfdosen sind das bei 0,067 % Verdachtsmeldungen. Es wurden 27 verschiedene Auswirkungen aufgelistet, die oft mehrfach auftraten. Beginnend von häufigen harmlosen Schmerzen an der Einstichstelle bei 10 % geht es über Fieber (>6 %), Schüttelfrost (4 %), Glieder-, Muskelschmerzen (2,5 %), bis zur Myokarditis (57 betroffene Kinder. Diese stationär zu behandelnde Herzmuskelentzündung heilt zwar meist ab, führt aber zu bleibendem Verlust von Herzmuskelzellen). Im Weiteren kam es in diesem Zeitrahmen zu Thrombosen, Enzephalitiden, Lähmungen u.a. Über 3 Todesfälle in Zusammenhang mit der Impfung wurde berichtet. Das sind die Daten des PEI. Es sind sehr wenige Meldungen angesichts der großen Zahl der Impfungen, aber die Laufzeit ist ja erst sehr kurz.

Zu bedenken sind aber die völlig anderen Ergebnisse in der Zulassungsstudie von Comirnaty: Es wurden von BioNTec/Pfizer 2260 Probanden direkt getestet (bis 15-Jährige). Dabei ergaben sich folgende Relationen:

  • Lokale Schmerzen: bei 91 %
  • 1.-4. Tag: Abgeschlagenheit: 78 %
  • Kopfschmerzen: 76 %
  • Schüttelfrost: 49 %
  • Muskelschmerzen: 42 %
  • Fieber: 24 %
  • Gelenkschmerzen: 20 %
  • (Myokarditisfälle waren noch nicht bekannt, sie traten erst später auf).

37 % der Patienten gaben an, nach der 1. Injektion Fieber- bzw. Schmerzmittel eingenommen zu haben; 51 % taten das nach der 2. Injektion! (Alle Angaben von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung). Sehr ähnlich sind die Nebenwirkungen bei Spikevax von Moderna.

Wie sind diese krassen Unterschiede zwischen den Meldungen beim PEI und den Zulassungsstudien zu erklären? Es gibt viele Gründe. Unter anderem werden viele Nebenwirkungen nicht gemeldet, sei es, weil sie zu harmlos schienen, weil ein Zusammenhang nicht erkannt oder bestritten wurde. Im Übrigen ist zu bedenken:

  • Es ist unbekannt, wie lang die Impfung die Kinder schützt. Es hat sich bei Erwachsenen inzwischen herausgestellt, dass der Schutz nach einer durchgemachten Corona-Erkrankung meist über ein Jahr anhält – mindestens, denn länger kann man es noch nicht überblicken. Der Schutz nach der Impfung ist sehr unterschiedlich, aber viel kürzer, bei Älteren wohl nur ½ Jahr.
  • Auch geimpfte Kinder können andere anstecken, wenn auch viel seltener als ungeimpfte. Kinder übertragen diese Infektion nur selten an Erwachsene.
  • Was uns besonders wichtig erscheint: Es sind diese neuartigen Impfungen in ihren langfristigen Folgen überhaupt nicht erforscht worden. 

Wenn wir die gesunde Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen ernst nehmen, heißt das:

Wir werden sowohl aus medizinischen Gründen, als auch aufgrund der unerwünschten Impffolgen keine Covid-19-Impfung im unserer Praxis durchführen. Dafür haben wir hier viele Gründe aufgeführt.

Und wir wollen als Kinderärzte nicht gegen unser Gewissen handeln.

Es werden meist zwei wichtige Einwände gemacht, die Sie, liebe Eltern, natürlich kennen. Sie betreffen die soziale Wichtigkeit der Impfungen:

1) Es gehe weniger um die Kinder selbst, sondern um den Schutz der Eltern, Großeltern u.a. Die Infektiosität von Kindern auf Erwachsene ist aber sehr gering. Und die gefährdeten Erwachsenen sollten sich um ihren Schutz selber bemühen und nicht die Kinder dafür einer Gefährdung aussetzen. Es mag ja im Einzelfall anders entschieden werden; aber nicht, dass alle geimpft werden.

2) Die Impfung ermögliche den Jugendlichen, wenn weitere soziale Beschränkungen kommen, den Zugang in Gasthöfe, Vereine, Diskos, ins Ausland zu reisen. Das ist vermutlich auch der Grund, warum schon 40 % der Betroffenen geimpft sind: Der große soziale Druck, dem Schüler und Eltern ausgesetzt sind. Auch die Schüler machen sich gegenseitig Druck. Wenn „Impfbusse“ vor den Schulen vorfahren, wenn jeder weiß, wer sich impfen lässt und wer nicht, wenn Rektoren Atteste vom Kinderarzt verlangen, falls ein Kind nicht geimpft werden kann (obwohl es keine Impfpflicht gibt), dann zeigt sich darin der enorme Druck der „öffentlichen Meinung“, d.h. der Politik und der Presse (nomen est omen).


Liebe Eltern – bauen Sie ein eigenes Verhältnis zu der Frage dieser Impfung auf! Bedenken Sie dabei, was das für Ihr Kind bedeutet kann. Sprechen Sie vielleicht mit Ihrem Kind in der ihm verstehbaren Art darüber. Aber entscheiden S i e! Ein Kind kann das überhaupt noch nicht überblicken. Auch mit 16 Jahren nicht wirklich. Und machen Sie sich auch Gedanken, wenn Sie kleinere Kinder haben, denn die Zulassungsanträge für die 5- bis 11-Jährigen laufen schon. (Es werden Anfang 2022 auch „normale“ Impfstoffe gegen Covid-19 zugelassen, die keine mRNA-Impfstoffe sind).
 

3) WAS TUN ?

Die Kinder haben die Hauptlast der Corona-Maßnahmen getragen und tragen sie noch. Das begann besonders mit dem 2. Lockdown. Es gibt einige Untersuchungen von verschiedenen Seiten dazu und auch viele Beobachtungen in unserer Praxis, im Alltag.

Im Wesentlichen zeigt sich: Eine Zunahme von Depressionen, Aggressivität und Ängsten. Die Kinder litten und leiden unter der sozialen Isolation. Die Schulleistungen wurden schlechter. Der „außerschulische“ Medienkonsum hat nicht ab-, sondern sogar zugenommen. Mit der Zunahme von Adipositas (durchschnittlich 2,7 kg Mehrgewicht), Kurzsichtigkeit und Krankheitsveranlagungen für später (zivilisatorische Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen).

Aber man kann dem entgegenwirken und viele haben das auch getan. Im Äußeren sind das altbekannte Empfehlungen, die eigentlich Gewohnheiten sein könnten:

  • Kinder brauchen viel Bewegung, draußen. Schon um keinen Vitamin-D-Mangel zu bekommen, müssten Kinder täglich – auch im Winter – 2 Stunden draußen sein!
  • Wo? In der Natur. Das ist in unserer Gegend für die Meisten möglich. Wald, Wiesen, Bach, Wasser, Sand, Steine sind das ideale Spielumfeld besonders für die Kleinen. Das stärkt Phantasie und Eigenaktivität.
  • Gemeinschaft mit anderen Kindern. Kinder haben das Bedürfnis nach sozialen Begegnungen mit Gleichaltrigen. Das ist nur durch andere Aktivitäten und Medien ziemlich verdeckt. Eltern können das ausgleichen, neue Rahmenbedingungen schaffen.
  • Der Umgang mit den technischen Medien ist das größte Problem heute. Das Suchtpotential dieser Medien ist enorm. Je später damit begonnen, je weniger Zeit damit verbracht wird, desto besser für die Kinder.
  • Zur Gesundheitsprophylaxe gehört eine gesunde, fleischarme Kost, möglichst aus „biologischem“ Anbau.
  • Rituelle Gewohnheiten im Tages- und Jahreslauf.

Das wichtigste Umfeld sind aber die Eltern mit ihren inneren Haltungen, Überzeugungen, ihren Gewohnheiten, ihrer moralischen Kraft. Und wie sie ihre Ängste überwinden, gerade heute. Alles das trägt zur immunologischen Stärkung und zum Schutz gegen Krankheiten bei.

Es ist unbegreiflich: Da ist auf der einen Seite eine zwar für Erwachsene manchmal sehr schwere, aber für Kinder doch harmlose Erkrankung. Auf der andere Seite ein ganz neues Impfprinzip, mit allerhand bekannten und noch verborgenen (aber aus Tierversuchen zu vermutenden) Folgen. Und in dieser Ausgangslage wird die Impfung mit politischem und medialem Druck den Familien quasi aufgezwungen. Das ist gegen alle Vernunft!

Liebe Eltern! Ihre Kinder sind Ihnen das Liebste und Kostbarste, was Sie haben. Sie sind verantwortlich für sie. Und sie haben das ganze Leben noch vor sich – sie sind die Zukunft unseres Planeten! 

Die Kinder dürfen nicht in gesellschaftlichen Zwängen zerrieben werden. Wäre denn die Impfung gegen Covid-19 bei Kindern etwas anderes?

gez. Christoph Stolzenburg